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Wie Viele Teile Gibt Es Von Maleficent? Alle Filme der Maleficent-Reihe im Überblick

Als ich vor einigen Jahren zum ersten Mal mit Lesern über Maleficent gesprochen habe, fiel mir etwas auf: Viele kannten die Figur aus „Dornröschen“, aber nur wenige wussten, dass Disney aus der klassischen Gegenspielerin eine eigene Filmwelt gemacht hatte. Gerade bei Reihen, die auf bekannten Märchen basieren, entsteht schnell Verwirrung. Man erinnert sich an einzelne Szenen, an bestimmte Kostüme oder an die beeindruckende Darstellung einer Figur – aber die Frage bleibt: Wie viele Filme gehören eigentlich wirklich dazu?

Bei Maleficent ist die Antwort überschaubar, aber nicht ganz so simpel, wie manche vermuten. Die Filmreihe besteht aktuell aus zwei Kinofilmen. Beide erzählen die Geschichte aus einer neuen Perspektive und rücken nicht die Prinzessin, sondern die vermeintliche Bösewichtin in den Mittelpunkt. Genau dieser Perspektivwechsel war für mich der spannendste Punkt an der Reihe: Eine Figur, die jahrzehntelang als Symbol für Dunkelheit und Gefahr galt, bekommt plötzlich eine Vergangenheit, Gefühle und eigene Beweggründe.

Die Maleficent-Reihe besteht aus zwei Filmen

Wenn man die Filme chronologisch betrachten möchte, ist die Reihenfolge unkompliziert. Der erste Teil erschien 2014, die Fortsetzung folgte 2019. Beide Filme gehören direkt zusammen und bilden bisher die komplette Filmreihe rund um die dunkle Fee aus dem Disney-Universum.

Film Erscheinungsjahr Handlungsschwerpunkt Besonderheit
Maleficent – Die dunkle Fee 2014 Die Vorgeschichte von Maleficent und ihre Beziehung zu Aurora Neue Interpretation der bekannten Märchenfigur
Maleficent: Mächte der Finsternis 2019 Konflikte zwischen Maleficent, Aurora und dem Königreich Erweiterung der Welt um neue Figuren und politische Spannungen

Viele Zuschauer fragen sich, ob es noch weitere Teile, Spin-offs oder eine versteckte Fortsetzung gibt. Bis heute gehören jedoch nur diese beiden Produktionen offiziell zur Maleficent-Filmreihe. Die Figur taucht zwar in vielen anderen Disney-Projekten auf, aber diese Auftritte sind nicht Teil einer eigenen Filmserie.

Der erste Film: Maleficent – Die dunkle Fee (2014)

Der erste Film hat damals vor allem deshalb Aufmerksamkeit bekommen, weil er mit einer Erwartung gespielt hat, die viele Zuschauer seit ihrer Kindheit kannten. Die klassische Geschichte von Dornröschen erzählt normalerweise von einer bösen Fee, die einen Fluch ausspricht. Disney entschied sich jedoch für einen anderen Blickwinkel: Was wäre, wenn diese Frau nicht einfach grundlos grausam wäre?

Die Handlung zeigt Maleficent zunächst als Beschützerin eines magischen Landes. Ihre Beziehung zur menschlichen Welt und besonders zu König Stefan verändert sich jedoch dramatisch. Aus einer persönlichen Verletzung entsteht der berühmte Fluch über Aurora. Der Film versucht dabei nicht, Maleficent vollständig von ihren dunklen Seiten freizusprechen. Genau das macht die Figur interessanter. Sie bleibt eine widersprüchliche Persönlichkeit – mächtig, verletzlich und manchmal auch selbst von ihren Entscheidungen überrascht.

Beim Anschauen fällt besonders auf, wie stark der Film von seiner Atmosphäre lebt. Die Landschaften, die märchenhaften Wesen und natürlich die Gestaltung von Maleficents Erscheinung tragen einen großen Teil der Wirkung. Die Hörner, der schwarze Umhang und die intensive Präsenz der Hauptfigur sind längst zu einem festen Bild der modernen Disney-Interpretation geworden.

Eine wichtige Rolle spielt außerdem Aurora. Sie ist nicht nur die Figur, die auf den Fluch reagiert, sondern entwickelt sich zu einer Verbindung zwischen zwei Welten. Die Beziehung zwischen Maleficent und Aurora bildet den emotionalen Kern des Films. Für mich funktioniert genau dieser Teil am besten, weil die Geschichte dadurch mehr wird als nur eine einfache Umkehrung von Gut und Böse.

Die Fortsetzung: Maleficent: Mächte der Finsternis (2019)

Der zweite Film setzt einige Jahre nach den Ereignissen des ersten Teils an. Aurora ist inzwischen erwachsen und übernimmt mehr Verantwortung in ihrem Reich. Gleichzeitig verändert sich ihre Beziehung zu Maleficent, weil neue Familienbindungen und politische Interessen ins Spiel kommen.

Die Fortsetzung erweitert die Welt deutlich. Während der erste Film stark auf die persönliche Geschichte von Maleficent konzentriert war, öffnet sich der zweite Teil stärker für größere Konflikte. Es geht um verschiedene Völker, Vorurteile und die Frage, ob unterschiedliche Welten überhaupt friedlich zusammenleben können.

Besonders interessant fand ich beim zweiten Film, dass Maleficent nicht einfach wieder in die Rolle der einsamen Außenseiterin zurückkehrt. Ihre Verbindung zu Aurora wird komplizierter, weil neue Personen Einfluss nehmen. Dadurch entsteht ein Konflikt, der weniger märchenhaft und stärker wie ein Familiendrama wirkt.

Optisch bleibt die Fortsetzung dem Stil des ersten Films treu. Die Produktion setzt weiterhin auf große Fantasy-Bilder, auf aufwendige Kostüme und auf eine düstere, aber gleichzeitig elegante Atmosphäre. Wer den ersten Teil wegen der visuellen Gestaltung mochte, findet viele vertraute Elemente wieder.

Warum die Maleficent-Filme anders funktionieren als klassische Märchenverfilmungen

Wenn ich die Reihe mit anderen modernen Märchenadaptionen vergleiche, fällt vor allem eines auf: Die Filme wollen nicht nur eine bekannte Geschichte neu erzählen, sondern eine bekannte Figur neu bewerten. Maleficent ist nicht einfach die „böse Fee“, die am Ende besiegt werden muss. Die Filme fragen eher, wie eine Person zu dem geworden ist, was andere in ihr sehen.

Diese Erzählweise hat natürlich unterschiedliche Reaktionen ausgelöst. Manche Zuschauer mögen genau diese neue Perspektive, weil sie einer alten Figur mehr Tiefe gibt. Andere vermissen die klare Märchenstruktur des Originals. Beides ist nachvollziehbar, denn die Filme bewegen sich bewusst zwischen klassischem Disney-Märchen und moderner Fantasy-Erzählung.

Für mich liegt die Stärke der Reihe nicht darin, dass sie die ursprüngliche Geschichte ersetzt. Vielmehr funktioniert sie wie ein zusätzlicher Blickwinkel. Wer „Dornröschen“ kennt, sieht die bekannten Ereignisse danach vielleicht etwas anders. Wer die alten Märchenfiguren nicht besonders verbunden ist, kann die Filme als eigenständige Fantasy-Geschichte betrachten.

Welche Reihenfolge sollte man beim Anschauen wählen?

Bei Maleficent stellt sich diese Frage weniger kompliziert als bei vielen anderen Filmreihen. Die beste Reihenfolge ist die Reihenfolge der Veröffentlichung: zuerst „Maleficent – Die dunkle Fee“, danach „Maleficent: Mächte der Finsternis“.

Der Grund ist einfach: Der zweite Film baut direkt auf den Entwicklungen des ersten Teils auf. Beziehungen zwischen den Figuren, politische Situationen und emotionale Entscheidungen wirken deutlich stärker, wenn man die Vorgeschichte kennt. Ein Einstieg mit dem zweiten Film würde zwar grundsätzlich möglich sein, aber viele kleine Zusammenhänge würden verloren gehen.

Gerade bei einer Figur wie Maleficent spielt die Entwicklung eine große Rolle. Ihre Haltung gegenüber Menschen, ihre Verbindung zu Aurora und ihre eigene Identität verändern sich über die Filme hinweg. Wer die Reihe komplett erleben möchte, sollte deshalb mit dem ersten Teil beginnen.

Gibt es einen dritten Maleficent-Film?

Die Frage nach einem dritten Teil taucht regelmäßig auf, besonders weil die Geschichte nach dem zweiten Film noch Möglichkeiten offenlässt. Eine offizielle Veröffentlichung eines dritten Kinofilms gibt es bisher jedoch nicht.

Das bedeutet nicht automatisch, dass die Geschichte für immer beendet ist. Disney hat in den vergangenen Jahren mehrfach bekannte Figuren erweitert und neue Projekte aus bestehenden Welten entwickelt. Trotzdem sollte man zwischen Wunschvorstellungen der Fans und bestätigten Produktionen unterscheiden.

Für den aktuellen Stand bleibt also festzuhalten: Die Maleficent-Reihe umfasst zwei Filme. Beide erzählen gemeinsam eine abgeschlossene Entwicklung, auch wenn die Welt der Figur grundsätzlich noch Raum für weitere Geschichten bieten würde.

Mein Blick auf die Filmreihe nach mehreren Jahren Abstand

Mit etwas Abstand betrachtet, finde ich gerade den Mut zur Veränderung den interessantesten Aspekt der Filme. Maleficent funktioniert nicht deshalb, weil sie plötzlich eine typische Heldin wird. Sie funktioniert, weil sie eine Figur bleibt, die Fehler macht, verletzt wird und trotzdem versucht, ihren eigenen Weg zu finden.

Die zwei Filme sind kein Ersatz für das klassische Dornröschen-Märchen, sondern eine Ergänzung mit einer anderen Stimmung. Wer große Fantasy-Bilder, starke Figuren und eine etwas dunklere Märchenwelt mag, findet hier eine besondere Interpretation. Wer dagegen eine einfache Geschichte mit eindeutigem Gut und Böse erwartet, könnte mit der ungewöhnlichen Richtung weniger anfangen.

Vielleicht liegt genau darin der Grund, warum die Frage nach der Anzahl der Filme so häufig gestellt wird. Bei Maleficent geht es nicht nur darum, wie viele Teile eine Reihe hat. Es geht auch darum, wie eine bekannte Figur über Generationen hinweg immer wieder neu erzählt werden kann. Zwei Filme reichen bisher aus, um aus einer alten Märchengegnerin eine Figur zu machen, über die man nach dem Abspann noch weiter nachdenkt.

Bildnachweis: Magnific (www.magnific.com)

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