Zum Inhalt springen

Wie Viele Mad-Max-Filme Gibt Es? Alle Filme der Mad-Max-Reihe in der richtigen Reihenfolge

Als ich zum ersten Mal einen Mad-Max-Film gesehen habe, war weniger die Handlung das, was hängen blieb, sondern dieses eigenartige Gefühl, mitten in eine Welt geworfen zu werden, die gleichzeitig kaputt und faszinierend wirkt. Der Staub, die leeren Straßen, die selbstgebauten Fahrzeuge und diese Mischung aus Western-Atmosphäre und Endzeitkino hatten etwas, das man nicht einfach mit einem normalen Actionfilm vergleichen konnte. Viele Leser fragen mich deshalb, wie viele Mad-Max-Filme es eigentlich gibt und in welcher Reihenfolge man sie anschauen sollte.

Die Antwort klingt zunächst einfacher, als sie ist. Die Reihe besteht aus fünf veröffentlichten Kinofilmen, die über einen Zeitraum von mehr als vier Jahrzehnten entstanden sind. Allerdings erzählt die Serie nicht wie eine klassische Filmreihe eine durchgehende Lebensgeschichte mit sauber nummerierten Kapiteln. Genau das sorgt immer wieder für Verwirrung. Max Rockatansky bleibt die zentrale Figur, aber die Filme bewegen sich teilweise wie einzelne Legenden aus derselben zerstörten Welt.

Die Mad-Max-Filme in der richtigen Reihenfolge

Wenn ich jemandem die Reihe empfehle, der sie zum ersten Mal entdecken möchte, rate ich normalerweise zur Veröffentlichungsreihenfolge. Sie zeigt am besten, wie sich die Ideen von Regisseur George Miller über die Jahre verändert haben. Man erlebt nicht nur Max’ Geschichte, sondern auch die Entwicklung eines ganzen Filmstils.

  • Mad Max (1979) – Der Beginn der Reihe mit Mel Gibson als Max Rockatansky.
  • Mad Max 2 – Der Vollstrecker (1981) – Der Film, der das typische Endzeitbild der Reihe geprägt hat.
  • Mad Max – Jenseits der Donnerkuppel (1985) – Eine ungewöhnliche Mischung aus Action, Abenteuer und gesellschaftlicher Satire.
  • Mad Max: Fury Road (2015) – Die moderne Wiederbelebung der Reihe mit Tom Hardy als Max.
  • Furiosa: A Mad Max Saga (2024) – Die Vorgeschichte von Furiosa und ein weiterer Blick auf die Welt nach dem Zusammenbruch.

Diese Reihenfolge funktioniert auch dann, wenn man nicht jede Verbindung zwischen den Filmen analysieren möchte. Die Filme stehen jeweils für eine bestimmte Phase des Kinos und erzählen ihre eigenen Geschichten. Gerade diese Freiheit macht die Reihe für mich so interessant.

Warum der erste Mad Max noch ganz anders wirkt

Der erste Film aus dem Jahr 1979 überrascht viele Zuschauer, die durch spätere Teile eine riesige Wüstenwelt voller verrückter Fahrzeuge erwarten. Tatsächlich ist der Anfang deutlich kleiner und realistischer. Max ist hier noch ein Polizist in einer Gesellschaft, die langsam auseinanderfällt. Die Straßen sind gefährlich geworden, aber die große globale Katastrophe, die man später mit der Reihe verbindet, steht noch nicht vollständig im Mittelpunkt.

Was ich an diesem Film besonders spannend finde, ist seine Atmosphäre. Er fühlt sich weniger wie klassische Science-Fiction an und mehr wie ein düsterer australischer Kriminalfilm auf offenen Straßen. Die Verfolgungsjagden wirken roh und praktisch, nicht wie perfekt choreografierte Hollywood-Szenen. Man merkt, dass hier mit begrenzten Mitteln gearbeitet wurde, aber genau daraus entsteht eine gewisse Härte.

Für viele Zuschauer ist dieser erste Teil nicht der spektakulärste Film der Reihe. Trotzdem erklärt er, warum Max überhaupt zu dieser gebrochenen Figur geworden ist. Ohne diesen ruhigen Anfang würde die spätere Entwicklung weniger Wirkung entfalten.

Mad Max 2: Der Film, der die Legende erschaffen hat

Der zweite Teil ist für viele Fans der Moment, in dem Mad Max wirklich zu Mad Max wird. Die Welt ist jetzt eine trockene Einöde, in der Benzin und Wasser fast wie wertvolle Schätze behandelt werden. Die Handlung ist vergleichsweise einfach: Eine kleine Gruppe versucht, eine Raffinerie gegen Angreifer zu verteidigen, während Max zwischen Überleben und Menschlichkeit steht.

Ich finde interessant, dass der Film trotz seiner vielen Actionmomente nicht nur von Geschwindigkeit lebt. Max ist kein typischer Held, der ständig große Reden hält oder eine Mission verfolgt. Er hilft oft widerwillig und bleibt eine einsame Figur. Genau diese Zurückhaltung macht ihn glaubwürdig.

Mad Max 2 hat außerdem das Bild geprägt, das viele Menschen mit der gesamten Reihe verbinden: verrückte Fahrzeuge, Lederkleidung, Sandlandschaften und eine Welt ohne klare Regeln. Viele spätere Endzeitfilme haben Elemente dieser Ästhetik übernommen.

Jenseits der Donnerkuppel: Ein ungewöhnlicher dritter Teil

Der dritte Film aus dem Jahr 1985 ist vermutlich der Teil, über den Fans am unterschiedlichsten diskutieren. Max landet in Bartertown, einer Stadt mit eigenen Regeln und Machtstrukturen. Mit Tina Turner als Aunty Entity bekommt die Reihe eine Figur, die deutlich stärker auf politische und gesellschaftliche Themen setzt.

Beim erneuten Anschauen fällt auf, dass dieser Film weniger ausschließlich auf Verfolgungsjagden setzt. Er beschäftigt sich stärker mit der Frage, wie Menschen nach einer Katastrophe neue Ordnungen erschaffen. Natürlich bleibt Mad Max ein Actionfilm, aber die Geschichte interessiert sich auch für Kontrolle, Gemeinschaft und den Wunsch nach einem Neuanfang.

Der Ton unterscheidet sich deutlich von den ersten beiden Teilen. Manche Zuschauer mögen genau diese Veränderung, andere vermissen die härtere Atmosphäre. Für mich gehört gerade diese Verschiedenheit zum Reiz der Reihe.

Fury Road: Die Rückkehr nach fast drei Jahrzehnten

Als Mad Max: Fury Road 2015 ins Kino kam, hatte wohl niemand erwartet, dass eine so alte Filmreihe noch einmal eine derart große Wirkung entfalten würde. Tom Hardy übernahm die Rolle von Max, während Charlize Theron als Furiosa eine Figur spielte, die für viele Zuschauer mindestens genauso wichtig wurde.

Was diesen Film besonders macht, ist seine ungewöhnliche Erzählweise. Die Handlung ist eigentlich sehr geradlinig: Eine Flucht durch die Wüste, eine Verfolgung und der Versuch, einen sicheren Ort zu erreichen. Trotzdem entsteht durch die Bilder, die Geräusche und die praktischen Stunts ein enormes Tempo.

George Miller setzte stark auf echte Fahrzeuge und reale Effekte. Dadurch haben die Actionszenen eine körperliche Wirkung, die vielen modernen Produktionen fehlt. Man spürt fast den Staub und das Metall der Maschinen. Genau diese handgemachte Qualität ist einer der Gründe, warum der Film auch Jahre später noch so intensiv wirkt.

Furiosa und die Frage nach der Reihenfolge

Furiosa: A Mad Max Saga erzählt nicht Max’ Geschichte weiter, sondern konzentriert sich auf die junge Furiosa. Der Film zeigt, wie diese Figur zu der Person wurde, die man aus Fury Road kennt. Anya Taylor-Joy übernimmt die Rolle der jungen Furiosa, während der Film tiefer in die Geschichte der verschiedenen Gruppen und Orte dieser Welt eintaucht.

Chronologisch spielt Furiosa vor Fury Road. Trotzdem würde ich neuen Zuschauern nicht unbedingt empfehlen, mit diesem Film zu beginnen. Die Wirkung ist größer, wenn man die Welt bereits kennt und versteht, warum Furiosa eine so besondere Figur ist.

Gibt es noch weitere Mad-Max-Filme?

Immer wieder tauchen Fragen nach älteren Versionen, geplanten Fortsetzungen oder möglichen neuen Teilen auf. Offiziell besteht die Kinoreihe derzeit aus den genannten fünf Filmen. George Miller hat allerdings über viele Jahre weitere Ideen für diese Welt entwickelt. Die Geschichte rund um Mad Max ist also nicht unbedingt abgeschlossen.

Was die Reihe von vielen anderen Franchises unterscheidet, ist ihre Unabhängigkeit von einer strengen Chronologie. Man muss nicht jede Jahreszahl auswendig kennen oder eine komplizierte Reihenfolge entschlüsseln. Die Filme funktionieren eher wie unterschiedliche Geschichten aus derselben rauen Mythologie.

Meine Empfehlung für den ersten Durchlauf

Wer die Reihe zum ersten Mal schaut, sollte sich Zeit lassen und nicht versuchen, nur auf die großen Actionszenen zu warten. Gerade die ruhigeren Momente erzählen viel über Max und diese zerstörte Welt. Ich würde mit dem Film von 1979 beginnen, anschließend die beiden Klassiker der 1980er anschauen und danach zu den modernen Filmen wechseln.

Die Mad-Max-Reihe zeigt schön, dass ein Filmuniversum nicht immer durch möglichst viele Erklärungen funktionieren muss. Manchmal reicht eine starke Figur, eine ungewöhnliche Atmosphäre und eine Welt, die genug Fragen offenlässt. Vielleicht ist genau das der Grund, warum Max seit Jahrzehnten durch dieselbe endlose Wüste fährt und trotzdem nicht alt wirkt.

Am Ende bleibt weniger die Frage, wie viele Filme es gibt, sondern warum diese Geschichten immer wieder zurückkehren. Zwischen rostigen Motoren und leeren Landschaften erzählen sie eigentlich immer wieder dasselbe Thema: Menschen versuchen, in einer kaputten Welt etwas Menschliches zu bewahren.

Bildnachweis: Magnific (www.magnific.com)

Schreibe einen Kommentar