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Wo Wurde Die Durrells Auf Korfu Gedreht? Die wichtigsten Drehorte der Serie auf Korfu vorgestellt

Als ich zum ersten Mal an der Küste von Korfu entlangfuhr und hinter einer Kurve plötzlich eine kleine Bucht mit türkisfarbenem Wasser auftauchte, musste ich sofort an die Bilder aus „Die Durrells“ denken. Nicht, weil die Landschaft überraschend ähnlich aussah, sondern weil man an manchen Orten spürt, warum ein Filmteam genau hier seine Kameras aufstellt. Die Insel hat diese besondere Mischung aus üppigem Grün, alten Steinhäusern, Olivenhainen und einem Licht, das selbst einfache Szenen fast wie Erinnerungen wirken lässt.

Viele Besucher kommen heute nach Korfu, weil sie die Drehorte der beliebten Serie sehen möchten. Dabei suchen sie oft nach dem einen berühmten Haus oder der einen Stelle, an der die Familie Durrell ihre Abenteuer erlebt hat. Die Realität ist etwas spannender: Die Serie wurde nicht an einem einzigen Ort gedreht, sondern nutzt verschiedene Plätze auf der Insel, die zusammen das vertraute Bild des Serien-Korfus erschaffen. Einige Drehorte sind leicht zu finden, andere erkennt man erst, wenn man weiß, worauf man achten muss.

Bei meinen Recherchen zu den Schauplätzen habe ich gemerkt, dass gerade die kleinen Details den Reiz ausmachen. Eine Straße, die in der Serie wie ein abgelegener Weg aussieht, liegt tatsächlich in einer belebteren Gegend. Eine Villa, die wie ein einsames Familienhaus wirkt, steht an einem Ort, der schon lange Besucher anzieht. Genau diese Mischung aus Filmillusion und echter Inselwelt macht die Suche nach den Durrells-Drehorten so interessant.

Korfu als Hauptdarsteller der Serie

Die Serie „The Durrells“ basiert auf den Erinnerungen des britischen Schriftstellers Gerald Durrell, der seine Kindheit in den 1930er-Jahren auf Korfu verbrachte. Für die Fernsehadaption musste die Insel nicht künstlich verändert werden – viele Landschaften passten bereits zu der nostalgischen Atmosphäre der Geschichte.

Das Produktionsteam entschied sich bewusst für Orte, die das alte Korfu zeigen: ruhige Buchten, kleine Häfen, traditionelle Häuser und Landschaften mit dichtem mediterranem Bewuchs. Besonders auffällig ist, dass die Serie nicht nur die Schönheit der Insel zeigt, sondern auch das langsamere Leben, das viele Besucher heute noch suchen.

Wenn man selbst auf Korfu unterwegs ist, fällt schnell auf, dass die Insel mehr ist als eine Kulisse. Zwischen modernen Cafés und touristischen Zentren findet man immer noch Dörfer, in denen die Zeit etwas langsamer zu laufen scheint. Genau dieses Gefühl trägt einen großen Teil der Serie.

Das berühmteste Zuhause der Durrells: Die Villa Anemoyani

Der wohl bekannteste Drehort der Serie ist das Haus, das in „Die Durrells“ als Familienvilla dient. Viele Zuschauer glauben, sie könnten einfach vor dem Eingang stehen und die Szenen aus der Serie nachstellen. Das ist jedoch nicht ganz so einfach, denn das Gebäude ist ein privates Anwesen und nicht wie ein Museum zugänglich.

Die Villa befindet sich in der Nähe von Danilia Village, einem traditionellen Dorfprojekt im Osten Korfus. Die Produktion nutzte die Architektur dieses Bereichs, um das Haus der Familie Durrell zum Leben zu erwecken. Das Gebäude vermittelt genau den Eindruck, den die Serie benötigt: groß genug für eine chaotische Familie, aber gleichzeitig eingebettet in eine grüne Landschaft.

Danilia Village selbst ist ein interessanter Zwischenstopp, weil es wie ein kleines Fenster in das Korfu vergangener Jahrzehnte wirkt. Die gepflasterten Wege, die traditionellen Fassaden und die Details an den Häusern helfen dabei zu verstehen, warum dieser Ort für eine Serie über eine britische Familie auf einer griechischen Insel gewählt wurde.

Drehort Was man aus der Serie kennt Besonderheit vor Ort
Danilia Village Umgebung und Darstellung des Durrell-Hauses Traditionelle Architektur und historische Atmosphäre
Kalami Landschaften und Küstenszenen Eine der schönsten Buchten im Nordosten der Insel
Kassiopi Hafen- und Dorfszenen Lebendiger Ort mit alter Festung und Meerblick
Korfu-Stadt Einzelne Stadtszenen Historische Altstadt mit venezianischem Einfluss

Kalami: Der Ort, der den Geist der Serie besonders gut einfängt

Wenn mich jemand fragt, welcher Ort auf Korfu am meisten an die Stimmung der Serie erinnert, fällt meine Antwort häufig auf Kalami. Das kleine Dorf an der Nordostküste besitzt genau diese Kombination aus Meer, Bergen und Ruhe, die viele Zuschauer mit den Durrells verbinden.

Die Bucht von Kalami ist nicht nur wegen der Serie bekannt. Schon vor den Dreharbeiten hatte der Ort eine besondere Verbindung zur Literatur, denn hier lebte der Schriftsteller Lawrence Durrell, Geralds älterer Bruder, einige Zeit. Sein ehemaliges Zuhause, das sogenannte Weiße Haus, gehört heute zu den bekannten Sehenswürdigkeiten der Gegend.

Beim Spaziergang entlang der Küste merkt man schnell, warum diese Landschaft so oft fotografiert wird. Die weißen Kieselsteine am Wasser, die grünen Hügel dahinter und die kleinen Boote in der Bucht erzeugen ein Bild, das fast unverändert aus einer anderen Zeit stammen könnte. Wer die Serie liebt, sollte hier nicht nur für ein Foto vorbeikommen, sondern etwas länger bleiben und die Atmosphäre aufnehmen.

Kassiopi und die Küstenorte im Norden Korfus

Ein weiterer wichtiger Bereich für die Dreharbeiten war die Region rund um Kassiopi. Der Ort liegt an der Nordostküste und verbindet ein altes Fischerdorf mit einer lebendigen touristischen Infrastruktur. Gerade diese Mischung macht ihn interessant für Besucher, die nicht nur einen einzelnen Drehort sehen möchten.

Kassiopi besitzt eine kleine Hafenpromenade, enge Gassen und die Ruinen einer byzantinischen Festung oberhalb des Ortes. Während man durch die Straßen läuft, kann man sich gut vorstellen, wie die Serie die Umgebung für verschiedene Alltagsszenen genutzt hat.

Ein kleiner Tipp aus der Praxis: Wer die Drehorte in Ruhe erleben möchte, sollte nicht nur die Hauptzeiten der Tagesausflüge nutzen. Am frühen Morgen oder am späten Nachmittag wirkt Kassiopi deutlich näher an dem ruhigen Inselbild, das die Serie vermittelt. Das Licht ist weicher und die engen Gassen zeigen ihren ursprünglichen Charakter.

Korfu-Stadt: Historische Kulisse statt Dorfidylle

Viele verbinden „Die Durrells“ ausschließlich mit grünen Landschaften und kleinen Buchten, aber auch Korfu-Stadt spielt eine Rolle. Die Hauptstadt der Insel bietet eine völlig andere Atmosphäre: venezianische Gebäude, große Plätze, Festungen und schmale Straßen.

Die Altstadt gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe und ist einer der Orte, an denen man besonders deutlich den europäischen Einfluss auf Korfu erkennt. Genau diese Mischung aus griechischer Insel und venezianischer Geschichte macht die Stadt einzigartig.

Für Fans der Serie lohnt sich ein Spaziergang ohne festen Plan. Die schönsten Entdeckungen liegen oft nicht an den bekannten Punkten, sondern in kleinen Durchgängen, alten Hauseingängen oder ruhigen Seitenstraßen. Die Serie nutzt diese historische Umgebung nicht als Hauptschauplatz, aber sie trägt dazu bei, das Bild von Korfus Vergangenheit glaubwürdig zu machen.

Wie man die Drehorte am besten erkundet

Wer die Orte der Durrells besuchen möchte, sollte nicht erwarten, dass Korfu wie ein großer Filmpark funktioniert. Genau das macht die Insel aber angenehm. Die Drehorte liegen verstreut und lassen sich gut mit einem Mietwagen verbinden.

Eine typische Route beginnt häufig im Osten der Insel, führt über die Gegend um Danilia Village weiter nach Norden Richtung Kassiopi und Kalami und kann mit einem Besuch von Korfu-Stadt kombiniert werden. Dabei sollte man genügend Zeit einplanen. Die Straßen sind teilweise kurvig, und viele der schönsten Momente entstehen spontan: ein Aussichtspunkt am Weg, eine kleine Taverne oder ein Strand, den man vorher nicht geplant hatte.

Die beste Reisezeit für die Suche nach den Drehorten sind Frühjahr und früher Herbst. Dann ist die Landschaft besonders grün, die Temperaturen sind angenehmer und viele Orte wirken weniger überlaufen als in den Hochsommermonaten.

Wer nur von einem berühmten Punkt zum nächsten fährt, verpasst einen wichtigen Teil des Erlebnisses. Die Serie lebt von der Stimmung der Insel, nicht nur von einzelnen Gebäuden. Ein langsamer Spaziergang durch ein Dorf oder eine Pause am Wasser gehört deshalb genauso dazu wie das Fotografieren eines bekannten Drehorts.

Was die Drehorte über Korfu erzählen

Nach mehreren Beschäftigungen mit der Serie und ihren Schauplätzen bleibt für mich vor allem ein Eindruck: Die Drehorte funktionieren nicht nur, weil sie schön sind. Sie erzählen eine Geschichte über eine Insel, die immer zwischen verschiedenen Welten stand – zwischen Tradition und Veränderung, zwischen Griechenland und Europa, zwischen Alltag und Urlaubstraum.

Die Durrells zeigen ein idealisiertes Korfu, natürlich. Eine Fernsehserie muss auswählen, verändern und manchmal vereinfachen. Trotzdem erkennt man in vielen Szenen etwas Echtes: die offene Landschaft, die Nähe zum Meer, die Neugier der Menschen und dieses besondere Gefühl, dass das Leben draußen stattfindet.

Wer nach Korfu reist, um die Drehorte zu sehen, findet deshalb mehr als bekannte Bilder aus einer Serie. Man entdeckt eine Insel, die ihre eigene Geschichte erzählt. Vielleicht ist genau das der Grund, warum die Schauplätze auch Jahre nach der Ausstrahlung noch so viele Besucher anziehen. Sie erinnern daran, dass manche Orte nicht nur Kulissen sind – sie haben ihren eigenen Charakter, lange bevor eine Kamera auf sie gerichtet wird.

Bildnachweis: Magnific (www.magnific.com)

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